Public Health Index
Public Health Index: Präventionspolitik im internationalen Vergleich
Chronische Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs nehmen weltweit zu. Das setzt Gesundheitssysteme und Gesellschaften unter Druck. Die Kosten für die Krankenversorgung treiben die Sozialversicherungsbeiträge in die Höhe, die in Deutschland Prognosen zufolge bis 2035 auf bis zu 54% des Einkommens steigen könnten. Auch der Krankenstand nimmt zu, und lag in Deutschland 2025 bei 25 Tagen pro Arbeitnehmer und Jahr. Eine Stärkung der Prävention ist dringend notwendig, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Wirksame Prävention muss an den wichtigsten Risikofaktoren für Krankheit und vorzeitigen Tod ansetzen – darunter unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Tabak- und Alkoholkonsum. Zusammen sind diese vier Risikofaktoren für rund ein Viertel der globalen Krankheitslast verantwortlich.
Mit dem Public Health Index haben wir ein Benchmarking-Instrument entwickelt, das die Umsetzung evidenzbasierter Präventionspolitik in verschiedenen Ländern systematisch erfasst und vergleicht. Ziel ist es, Fortschritte sichtbar zu machen und Beispiele guter Praxis zu identifizieren. Der Public Health Index erschien erstmals 2025. Eine Neuauflage ist für 2027 geplant.
Förderung: AOK-Bundesverband
Projektpartner: AOK-Bundesverband, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universität Lausanne, University of Southern Denmark
Laufzeit: seit 2025
Projektwebseite: www.aok.de/pp/public-health/index/
Ausgewählte Publikationen
- AOK Bundesverband & DKFZ: Public Health Index 2025: Gesundheitsschutz im europäischen Vergleich. (Online, Open Access)